5. Juni 2018

Die Generation #NoFilter und spontane Kommunikationsstrategien

Es besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen den Erwartungen junger Talente an das, was Sie bei Eintritt in die Unternehmenswelt erleben werden, und den Erfahrungen, die sie nach ihrem Hochschulabschluss tatsächlich machen: 48 Prozent der Hochschulabsolventen verlassen Ihren Job noch vor Ablauf des ersten Jahres. Transparenz kann hier das Mittel zum Erfolg sein.

Fassen Sie sich kurz und seien Sie ehrlich

Junge Talente bevorzugen kurze und spontane Formate: Sie sehen sich dynamische Videos an und teilen „Stories“ von nur wenigen Sekunden Dauer. Um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen, sollten Sie ihre Codes befolgen: Erstellen Sie kurze und aussagekräftige Inhalte und seien Sie dabei so authentisch wie möglich. Warum versuchen Sie es beispielsweise nicht einmal mit einem Q&A-Video von unter einer Minute, bei dem eine einzelne Person vor der Kamera sitzt und Fragen beantwortet?

Oder setzen Sie alles auf eine Karte und organisieren Sie ein Live Video Chat mit Studierenden und Hochschulabsolventen, die Fragen zur Bewerbung und Arbeit bei Ihrem Unternehmen haben. Wenn man erst einmal weiß, wie man es macht, dann ist das gar nicht so schwer. Wir haben einen speziellen Leitfaden für Live Video Chats erstellt, der Ihnen hierbei hilft! Durch Inhalte wie diese Chats versteht die neue Generation, dass Sie präsent sind und sich sogar an ihre Spielregeln halten, indem Sie ihre Fragen beantworten, anstatt das Gespräch selbst zu leiten. Oder warum nicht mit einem Unternehmensvideo beim jungen Publikum punkten

Nach dem Vorbild von Orano auf Snapchat

Im Juni 2017 entschied Orano eine zweiwöchige Snapchat-Kampagne zu starten. Während dieser zwei Wochen gab das Unternehmen einer Anzahl von Praktikanten und Auszubildenden jeweils für einen Tag Zugang zu Snapchat. Für die gesamte Dauer der Kampagne waren diese Studierenden die einzigen Personen, die auf dem Snapchat-Account des Unternehmens Beiträge posten, Stories erstellen und Ihre täglichen Aufgaben teilen konnten. Sie sollten über Ihre Verantwortlichkeiten und Ihren Arbeitsalltag im Unternehmen berichten. Am letzten Tag der Kampagne übernahmen dann der Recruiter den Account, um den Followern zu erklären, wann und wo sie sich bewerben müssen.

75 Prozent von Oranos Snapchat Followern sahen sich die Stories, die eine Gesamtzahl von 137 000 einzelnen Views erreichten, die gesamte Kampagne über an. Dies war ein durchschlagender Erfolg, der insbesondere durch die große Menge an nützlichen und interessanten Inhalten erzielt werden konnte, die von Personen erstellt wurden, welche die Kommunikationscodes der neuen Generation teilen und bei den Aufgaben Spontaneität walten ließen.

Möchten Sie mehr über Transparenz im Employer Branding erfahren und darüber, wie Orano seiner Snapchat-Kampagne zum Erfolg verhalf? Laden Sie sich unserkostenloses eBook mit dem Titel “Generation #NoFilter: Employer Branding & Transparenz”herunter.

Autor:
Imke Müller-Wallraf
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