15. Mai 2018

3 Kriterien, mit denen Sie die besten Partnerunternehmen auswählen

Die meisten Hochschulen sind auf Unternehmenspartnerschaften angewiesen, um finanziell solide zu bleiben und ihren Studierenden dabei zu helfen, Praktikumsstellen und später, nach dem Abschluss, die erste Anstellung zu finden. Es ist jedoch nicht immer leicht, die richtigen Unternehmen als Sponsoren für die Hochschuleinrichtung auszuwählen. Das Gute ist: Jedes Unternehmen, das eines der drei Kriterien in diesem Artikel erfüllt, ist ein Unternehmen, das es sich für Ihre nächste Partnerschaftsvereinbarung zu kontaktieren lohnt. 

Unternehmen, die auf der Suche nach Studierenden sind

Fangen wir mit den Unternehmen an, die am leichtesten zu überzeugen sein sollten: diejenigen, die Ihre Studierenden bereits anheuern. Sie haben vielleicht einen hohen, vielleicht aber auch nur einen begrenzten, dafür jedoch regelmäßigen Bedarf an neuen Mitarbeitern oder es handelt sich um lokale Unternehmen, die gerne Personen einstellen, die sich auf ihrem geografischen Markt auskennen. Diese Unternehmen (oder Non-Profit-Organisationen, Regierungseinrichtungen oder Forschungslabors …) spielen eine zentrale Rolle für Partnerschaftsvereinbarungen mit hochspezialisierten Hochschulen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, um herauszufinden, um welche Unternehmen es sich handelt. Die erste beruht auf Daten, über die Sie bereits verfügen, und konzentriert sich auf Praktika. Wo absolvieren Ihre Studierenden ihre Betriebspraktika? Gibt es mehrere Studierende, die zu einem oder zwei großen Konzernen gehen? Oder sind es immer wieder die gleichen Unternehmen, deren Namen Sie hören, wenn die Praktikumszeit vor der Tür steht und Sie die Praktikumsverträge unterzeichnen? Sammeln Sie die Daten der Unternehmen, die Ihr Einreichungsformular für Stellenangebote nutzen, und schauen Sie sich die Zahl ihrer Inserate an. Je höher sie ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sie als Sponsoren an Bord ziehen können.

Die zweite Möglichkeit erfordert ein wenig mehr Nachforschungsarbeit, denn Sie müssen dafür den Kontakt zu Ihren Ehemaligen pflegen. Sie funktioniert ähnlich, betrifft aber Erstanstellungen. Werden Ihre Studierenden hauptsächlich von einem einzigen Unternehmen angeworben? Kontaktieren Sie es in dem Fall und schlagen Sie vor, eine offizielle Partnerschaft einzugehen, um ihm noch mehr qualifizierte Profile ihrer Hochschule anzubieten. Gleiches gilt für kleinere Unternehmen, die vielleicht nur eine Person einstellen, das aber jedes Jahr wieder tun. 

Kleine Anmerkung am Rande: Dies bedeutet, dass Sie Ihre Alumni-Datenbank regelmäßig aktualisieren müssen. Am einfachsten ist es, Ihren ehemaligen Studierenden einmal pro Jahr eine E-Mail zu schicken und sie um ein Update ihrer Telefonnummer, ihres aktuellen Unternehmens, ihrer Position und ihrer E-Mail-Adresse zu bitten.

Unternehmen mit zufriedenen Alumni

Wir haben gerade den Kontakt zu ehemaligen Studierenden erwähnt: Für diese zweite Art von Unternehmen ist er sogar noch wichtiger. Denn Ihre Alumni kennen Ihre Hochschule und deren Studierende wie ihre Westentasche und freuen sich in den meisten Fällen, Ihnen helfen zu können.

Indem Sie die Beziehung zu Ihren Alumni pflegen, erfahren Sie auch, wo diese jetzt arbeiten. Wenn ihnen ihre Arbeit gefällt, sind sie oft gerne dazu bereit, Jobangebote mit den nachfolgenden Studierendengenerationen zu teilen. Machen Sie es ihnen leicht: Geben Sie ihnen zum Beispiel die Möglichkeit, Stellenangebote auf Ihrem internen Jobboard zu teilen oder gewähren Sie ihnen einen bevorzugten Zugang zu Workshops.

Wenn sie diese kleinen Aufmerksamkeiten, die Sie ihnen zuteilwerden lassen, nutzen, umso besser! Schlagen Sie vor, eine umfassendere Partnerschaftsvereinbarung mit dem gesamten Unternehmen zu unterzeichnen, anstatt nur mit einzelnen Personen. Ihre Alumni werden sich freuen, nicht nur die Finanzierung ihrer ehemaligen Hochschule unterstützen zu können, sondern auch den Bekanntheitsgrad ihres aktuellen Unternehmens zu steigern.

Unternehmen, für die Ihre Studierenden gerne arbeiten würden

An jeder Hochschule gibt es Studierende, die fest darauf aus sind, nach ihrem Abschluss für ein bestimmtes Unternehmen zu arbeiten. Und das ist nicht unbedingt Google oder Dior.

Erfolgreiche Start-ups, lokale mittelständische Unternehmen oder Organisationen, die auf eine spezifische, für einen bestimmten Studiengang an Ihrer Hochschule interessante Marktnische abzielen, sind eine gute Wahl. Ein kurzer Fragebogen, in dem Ihre Studierenden Ihnen mitteilen können, in welchem Bereich sie arbeiten möchten oder welches Unternehmen ihnen ihre Traumkarriere bieten würde, kann Ihnen viele neue Einblicke in die Wünsche Ihrer Studierenden geben.

Wenn Sie dies erst einmal wissen, können Sie die entsprechenden Unternehmen und Organisationen kontaktieren, um ihnen detaillierte Informationen über die Profile Ihrer Studierenden zu übermitteln und sie von den Vorteilen einer Partnerschaft zu überzeugen. Die Tatsache, dass Ihre Studierenden bereits an ihnen interessiert sind und sie kaum etwas zu unternehmen brauchen, wenn Ihre Hochschule für sie wirbt, ist für diese Unternehmen ein hervorragender Anreiz zur Zusammenarbeit!

Wenn Sie Zweifel haben, denken Sie daran, dass die besten Unternehmen für neue Partnerschaftsverträge diejenigen mit dem besten Draht zu Ihren Studierenden sind. Pflegen Sie enge Beziehungen zu Unternehmen, in denen Ihre Alumni ihr Glück gefunden haben, kontaktieren Sie Unternehmen, für die Ihre Studierenden liebend gern arbeiten würden, und arbeiten Sie eng mit den Unternehmen zusammen, die Ihre Studierenden am dringendsten brauchen.

Autor:
Imke Müller-Wallraf
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